Preisträger des Reckeweg Clinical Case Award

Preisträger 2019

Heel verleiht den Hans-Heinrich Reckeweg Clinical Case Award 2019

Die Preise für herausragende klinische Fallstudien gingen an praktische Ärzte aus Brasilien, Russland und Kolumbien. Die jährliche Verleihung des Clinical Case Awards fand am 6. Dezember 2019 in Baden-Baden statt.

Gunver Kienle, klinische Wissenschaftlerin von der Universität Freiburg und Mitglied der CARE (CAse REports) Guidelines Group, eröffnete mit dem Festvortrag „From Clinical Reality to the Clinical Community via Case Reports and Preprints“ (Von der klinischen Wirklichkeit in die klinische Community über Fallberichte und Preprints). In ihrem Vortrag ging Kienle auf die Bedeutung von Fallberichten als Eckpfeiler des medizinischen Fortschritts ein und erläuterte, wie moderne digitale Technologien den Erfahrungsaustausch in der klinischen Praxis und bei der Publikation beeinflussen.

Im Anschluss an den Festvortrag wurden die Preisträger vorgestellt. In diesem Jahr wurde der Runner-up Award ausnahmsweise nicht an eine, sondern an zwei Fallstudien vergeben.

„Wir hatten eine Reihe hervorragender Beiträge erhalten“, so Konstantin Cesnulevicius, Koordinator des Wissenschaftspreises. „Aufgrund der hohen Qualität der Berichte und der Bedeutung für die medizinische Praxis haben wir beschlossen, in diesem Jahr zwei Fallberichte mit dem Runner-up Award auszuzeichnen.“

Der diesjährige Hauptpreis des Hans-Heinrich Reckeweg Clinical Case Award ging an Flavia Maklouf aus Sao Paolo in Brasilien. Sie betreibt eine niedergelassene dermatologische Praxis und hat in ihrem Fallbericht die Behandlung von Narbenkeloid auf der Brust beschrieben, das eine Komplikation einer schweren Akne in der Pubertät war. Mehr als einem Jahrzehnt lang ist die Patientin mit zahlreichen Therapien behandelt worden, ohne dass es zu einer signifikanten Verbesserung der Läsionen kam. Maklouf begann eine Langzeittherapie mit intraläsionalen Injektionen, bei der sich die Symptome und die Lebensqualität der Patientin allmählich verbesserten. Ein Runner-up Award ging an zwei Kliniker, die den eingereichten neurologischen Fall gemeinsam verfasst hatten: Michael Tardov vom Sverzhevskiy Otorhinolaryngology Healthcare Research Institute und Prof. Alexei Boldin von der Sechenov First Moscow State Medical University in Moskau in Russland. In ihrem Fall beschrieben sie die wirksame Behandlung eines Syndroms, das Schwindel und Tinnitus-Symptome verursachte, mit einer Kombination aus Heel-Medikamenten und manueller Therapie.

Auch Angela Natalia Agudelo Suárez, Tierärztin im Wakatá Bioparque in Kolumbien, erhielt den Runner-up Award für ihren Fallbericht über die Behandlung und Rehabilitation von zwei Anden-Kondoren, die durch Umweltverschmutzung vergiftet worden waren. Die Wildvögel waren in einem Moor mit Bleivergiftung gefunden worden. Mit einem komplexen Protokoll bioregulatorischer Therapie rettete das Team des Schutzgebiets den geschützten Wildtieren das Leben, und nach zweimonatiger Behandlung konnten die Vögel in die Freiheit entlassen werden.

Um auf den Wakatá Bioparque aufmerksam zu machen und für Unterstützung zu bewerben, überreichte Agudelo Suárez dem CEO Ralph Schmidt ein Multifunktionstuch, das mit Kondoren, den kolumbianischen Nationalvögeln, bedruckt war.

Bei der Preisverleihung am Heel-Hauptsitz in Baden-Baden gratulierte Alta Smit, Director Medical Affairs & Research bei Heel, den Preisträgern für ihre herausragenden klinischen Fallberichte und betonte: „Die wissenschaftliche Dokumentation praktischer Erfahrungen ist äußerst wichtig, da sie wertvolle Beispiele für die Anwendung von Therapien der bioregulatorischen Medizin im klinischen Alltag liefert.“

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